Dank der tatkräftigen Mithilfe seiner Ehefrau Auguste und dem gemeinsamen Fleiss der Mitarbeiter führte Carl I das kleine Unternehmen zum Erfolg, so dass er schon 1873 in der Lage war eine Pferderfahrlinie einzurichten, die nach festem Fahrplan von Holst´s Garten über den Hauptbahnhof zum Petritor verkehrte. Weitere Linien folgten schon nach kurzer Zeit.
1879 richtete die Stadt Braunschweig dann allerdings eine Pferdebahn auf Lochschienen ein, so, dass das private Interesse dem öffentlichen zurückzustehen hatte. Carl I nutzte nun wieder eine gute Geschäftsidee und stellte seinen Kutschbetrieb fortan für Grosseinsätze bei bedeutenden Hofbällen zur Verfügung und wurde durch diese Dienste im Volksmund durch seinen Ideenreichtum bekannt. Ein besonderer Service war zu Beispiel der Gefangenentransport, der bekannt wurde als "Blauer August"
Den geschäftlichen Erfolg verdankte das kleine Unternehmen dieser Anpassungsfähigkeit. Bereits im Jahre 1885 gründete Carl I eine erste Möbeltransportabteilung, die auf den längst eigen erworbenen Grundstück in der Auguststr. 4 ihren Ansitz hatte
Der Sohn des Firmengründers mit Namen seines Vaters wurde 1902 als Geschäftsführer des Transportunternehmens bestellt. und der Firmensitz verlagerte sich in das 9.000 qm großes Gelände einer ehemaligen Konservenfabrik in die Taubenstrasse. Die "goldenen Zwanziger" entwickelten sich für Carl II als schwierige Zeit. Wohnungseinrichtungen wurden noch nicht maschinell hergestellt und waren dadurch schwerer und komplizierter im Auf- und Abbau. Ohne geschultes Personal und geeignete Fahrzeuge war ein Wohnungswechsel zur damaligen Zeit nicht denkbar.
Im ersten Weltkrieg wurde das Inventar zum großen Teil für den Dienst an Kaiser und Reich abgezogen. Durch Inflation und Weltwirtschaftskrise war die Wirtschaftstätigkeit so weit eingeschränkt wie in den Jahren der Firmengeschichte nie zuvor.
1923 trat der Karl Heike, der Neffe des jetzigen Geschäftsinhabers in die Firma ein. Seine ersten Erfahrungen mit den ersten Möbeltransportern mit Vollgummireifen und Kettenantrieb hatte er bereits bei der Firma Büssing gesammelt.
Da die Ehe von Carl II kinderlos blieb, adoptierte Carl II im Jahre 1949 seinen Neffe Karl Heike, der sich fortan Carl Grove-Heike - also Carl III - nennen durfte und somit den Fortbestand der Firma in Familienbesitz sicherte. Als 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach war Carl Unternehmer mit zahlreichen Fahrzeugen und 10 Köpfen Personal. Alle Wagen wurden in dieser Zeit beschlagnahmt und die Beschäftigten zum Kriegsdienst eingezogen. I
Wie ein Wunder konnte Carl III nicht nur namentlich den Fortbestand des Unternehmens sichern. Nach Beseitigung der Trümmer baute er ein repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus in der Auguststr. auf. Lager und Fuhrpark blieben weiterhin in der Taubenstrasse.
Durch wachsendes Wirtschaftsaufkommen des Unternehmens verlagerte sich der Firmensitz - ca. 20 Jahre nach dem Trümmeraufbau nun ganz in die Taubenstrasse 11, wo im Jahre 1956 der Sohn Manfred Grove-Heike die Leitung der Firma übernahm. Das Traditionelle Umzugsgeschäft trat mehr und mehr in den Hintergrund, so das Manfred Grove-Heike die Kräfte im Dienstleistungsbereich neu zu ordnen hatte.
Durch den Einsatz seines qualifizierten Personals gehörten nunmehr Ferntransporte im internationalen Geschäft ebenso wie Spezial- und Behördenumzüge zu den Segmenten der Firma Grove. Zusätzlich übernimmt das Unternehmen den Full-Service bei der Anlieferung von Neumöbeln und schafft sich durch pünktliche, fachgerecht Aufstellung nebst gebrauchsfertigem Einbau beim Kunden einen guten Namen.
Die Grenzöffnung im Jahre 1989 eröffnete für die Spedition neue Perspektiven und die Söhne von Manfred Grove-Heike - Andreas und Christian standen nach beendeter Fachausbildung mit Rat und Tat zur Seite.
So wurde bereits im Jahr 1990 die Grove Spedition in Niederau bei Dresden gegründet.
Flächendeckend erfolgt seither für fast die Hälfte aller neuen Bundesländer die Versorgung mit Neumöbeln für Versandhauskunden und die Durchführung internationaler Transporte und Fernumzüge durch die Grove Gruppe.
Auch heute noch sind die "Packer" der Firma Grove gefragte Hilfen bei der Verladung wertvoller und hochempfindlicher Güter denn
"Tradition verpflichtet" |